Fahrräder und Kfz

Die Geschichte der Kraftfahrzeuge

Die Sammlung umfaßt Zweiräder von einem originalgetreuen Nachbau der Draisine über das Hochrad bis zu Modellen unserer Zeit. Besonders originell sind einige Fahrräder mit Hilfsmotor.

Motorräder

Ausgehend vom in den Durlacher Gritzner-Werken gebauten Motorrad aus dem Jahr 1910 können die Besucherinnen und die Besucher die Entwicklungsschritte der motorisierten Zweiräder bis in den 1950er Jahre nachvollziehen. Eine interessante Geschichte hat beispielsweise ein 1912 gebautes Wanderer-Motorrad, das sich immer noch im Besitz der Familie des Erstkäufers befindet. Die beiden Weltkriege hat es versteckt, in Einzelteile zerlegt, überstanden. Kurios wirkt das Mono-Krad aus Italien, bei dem der Fahrer im einzigen Rad sitzt. Fahrbereit und im Originalzustand ist ein sehr schönes Triumph-Gespann aus dem Jahr 1952.

Automobile

Das älteste Auto der Sammlung des Karlsruher Verkehrsmuseums wurde im Jahr 1904 von der Süddeutschen Automobilfabrik in Gaggenau produziert. Von diesem Modell sind nur drei Exemplare erhalten geblieben. Nur noch zwei weitere Stücke gibt es von dem Rennwagen, der 1921 von der inzwischen in Vergessenheit geratenen Berliner Nationalen Automobilgesellschaft (NAG) gebaut wurde. Bemerkenswert sind auch der berühmte Ford Modell T, das erste in großen Stückzahlen am Band produzierte Auto, und luxuriöse Cabriolets aus den 1930er Jahren (Opel Admiral, Mercedes 500 K, Wanderer W 22). Ein weiterer Glanzpunkt ist zweifellos der 1934 gebaute Rolls Royce 20/25 HP mit einer Park Ward Karosserie.

Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wird unter anderem durch den VW Käfer und ein dazu gehöriges detailliertes Schnittmodell, den Karmann Ghia und die Borgward Isabella repräsentiert. Typische Kleinwagen, die das Straßenbild in der Wirtschaftswunderzeit der 1950er Jahre prägten, sind im 1. Obergeschoß zusammengetragen: Messerschmitt-Kabinenroller, BMW Isetta, Goggomobil und andere einschlägige Modelle.

Der Dienstwagen des ehemaligen Karlsruher Oberbürgermeisters Günther Klotz – ein 1968 gebauter schwarzer Mercedes 280S – wird von den ehrenamtlichen Mitarbeitern des Museums fahrbereit gehalten.

Maschinenfabrik Gritzner

Die Maschinenfabrik Gritzner in Karlsruhe-Durlach wurde im Jahre 1872 von Max Carl Gritzner (1825 – 1892) gegründet und stieg um die Jahrhundertwende zur größten Nähmaschinenfabrik Europas auf. Der Name Gritzner stand aber auch für solide Zweiräder, denn neben der 1897 aufgenommenen Produktion von Fahrrädern begann man schon 1903, als eine der ersten Firmen in Deutschland überhaupt, mit dem Bau von Motorrädern. Exponate aus verschiedenen Epochen der Firmengeschichte dokumentieren die Entwicklung von Technik und Design im Wandel der Zeit.

Kfz-Technik

Hier gibt es einige Schnittmodelle von Motoren und Getrieben zum Anfassen. Mehrere Schautafeln erläutern unter anderem den Aufbau und die Funktion einer Bremse, einer Einspritzanlage und der Beleuchtung.

Felix Wankel

Im Untergeschoß wird mit einer kleinen Ausstellung an den badischen Erfinder Felix Wankel (1902 – 1988) erinnert. Der Autodidakt hat die bisher einzig existierende Alternative zum Hubkolbenmotor entwickelt. Stellvertretend für die zahlreichen mit einem Wankelmotor angetriebenen Fahrzeuge werden der legendäre RO 80 von NSU und das Herkules W 2000-Motorrad gezeigt. Ein Schnittmodell des RO 80-Motors veranschaulicht die Funktionsweise dieser genialen Erfindung.

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