Modelleisenbahnen

Anziehungspunkt f├╝r Gro├č und Klein ist die Modelleisenbahn in Spur H0, die mit ca. 80 Quadratmeter Anlagenfl├Ąche zu den gro├čen in Deutschland z├Ąhlt. Jeden Sonntag ziehen mehr als 25 Z├╝ge (vom ICE bis zum kleinen Lokalbahnzug) auf der in den 60er-Jahren gebauten Anlage ihre Runden. Die Z├╝ge fahren vom gro├čen Hauptbahnhof mit 14 Gleisen auf 6 verschiedenen Strecken mit einer L├Ąnge von jeweils bis zu 50 m. Eigene Bahnen (Gleichstrom) k├Ânnen mitgebracht werden!
Eine Rarit├Ąt ist die umfangreiche Sammlung von Eisenbahnen und Zubeh├Âr in Spur I aus dem Nachlass von Dr. Ernst Budde aus Bonn. Die von der Witwe dem Verkehrsmuseum als Dauerleihgabe ├╝berlassenen St├╝cke zeigen die Welt der Blech-Eisenbahnen (├╝berwiegend von M├Ąrklin, einige von Bing) beginnend etwa ab 1895 bis zum Ende der Produktion kurz vor Beginn des 2. Weltkrieges. Daher spannt sich der Bogen von Lokomotiven mit Uhrwerk-Antrieb ├╝ber Echtdampf-Lokomotiven bis zu elektrisch angetriebenen Fahrzeugen. Zu den besonderen Attraktionen z├Ąhlen bei den Besuchern der Schienen-Zeppelin und der Fliegende Hamburger, die bei den zu festen Zeiten angebotenen Vorf├╝hrungen zum Einsatz kommen.
Unikate sind die Modelle des ersten badischen Zuges und badischer Lokomotiven im Ma├čstab 1 : 10. Die Vorbilder der Lokomotiven wurden gr├Â├čtenteils in Baden oder dem nahen Elsass gebaut (Werkstatt Kessler und Martiensen, Maschinenfabrik bzw. Maschinenbaugesellschaft Karlsruhe), waren aber in allen F├Ąllen auf der Badischen Staatsbahn im Einsatz. Die Modelle wurden nach Originalpl├Ąnen in den Jahren 1910 bis 1914 in der Lehrlingswerkstatt des damaligen Ausbesserungswerkes Karlsruhe der Badischen Staatsbahnen gebaut und waren 1924 vor der Verschmelzung der L├Ąnderbahnen zur Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) dem von Prof. Amman gegr├╝ndeten Verkehrsmuseum der TH Karlsruhe ├╝bergeben worden. Bis auf eine Ausnahme ist keine der Vorbildmaschinen mehr im Original vorhanden. Selbst Konstruktionszeichnungen existieren von einigen Maschinen nicht mehr, so dass die Modelle das einzige Anschauungsmaterial einer etwa 70-j├Ąhrigen Entwicklungsgeschichte des badischen Lokomotivbaus darstellen.